Qualifizierung

 

VDZ-Lernplattform

Nachhaltige Entwicklung im Betrieb erfordert stets auch den Dialog mit den Beschäftigten sowie deren Engagement. Eine entsprechende Qualifizierung ist hierfür eine zentrale Voraussetzung. Die Weiterbildung der Beschäftigten sowie ihre Information im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung wurden deshalb zwischen den Sozialpartnern als zentrale Themen im Zuge der Nachhaltigkeitsinitiative vereinbart. Lernen und Qualifizierung begleiten heute den gesamten Berufsweg und sind zu einer lebenslangen Aufgabe geworden. Die Nachhaltigkeitsinitiative soll auch dazu beitragen, ein solches lebenslanges Lernen in der Zementindustrie zu fördern.

Im Rahmen der Initiative für Nachhaltigkeit wurde ab dem Jahr 2008 damit begonnen, beim Verein Deutscher Zementwerke ein branchenweites, durch alle Unternehmen und ihre Mitarbeiter nutzbares System zur betrieblichen Weiterbildung aufzubauen. Seit dem Jahr 2010 ist die VDZ-Lernplattform in Betrieb und kann von allen interessierten Unternehmen genutzt werden. Das Angebot umfasst dabei mehr als 50 verschiedene Onlinekurse, mit denen Wissen über die Technik und die Verfahren der Zementherstellung sowie zur nachhaltigen Entwicklung mit Bezug zur Zementindustrie vermittelt wird, und richtet sich an alle Beschäftigten in der Branche. Zudem bietet die VDZ-Lernplattform fachliche Unterstützung für die Ausbilder in den Werken.

Durch die ansprechende multimediale Aufbereitung und Darstellung der Lerninhalte werden komplizierte Sachverhalte anschaulich erläutert. Über die Bereitstellung von Lernmaterialien hinaus kann der Lernerfolg mit Selbstkontrollfragen, Tests und Abschlussklausuren überprüft werden – und zwar auch durch die Beschäftigten selbst. Durch die verwendeten Technologien sind individuelle Zusammenstellungen von einzelnen Themen als Onlinekurs, aber auch im druckbaren PDF-Format möglich. Ein Großteil der Kurse wurde auf Wunsch der Zementhersteller darüber hinaus ins Englische und ins Russische übersetzt und kann so für internationale Schulungen oder nicht-deutschsprachige Mitarbeiter genutzt werden.

Im Zuge des Aufbaus und der Inbetriebnahme der VDZ-Lernplattform, wurden die Multiplikatoren in den Zementwerken geschult und bei der Einführung des Systems vor Ort fachlich begleitet. Darüber hinaus wurde ein werksübergreifender Erfahrungsaustausch während der ersten Anwendungsphasen ermöglicht.

Die Lernplattform wird aktuell (2014) in Deutschland jährlich von durchschnittlich ca. 700 bis 800 Beschäftigten für die individuelle Weiterbildung genutzt. Im Jahr 2013 wurden auf der Lernplattform insgesamt mehr als 10.000 Lernstunden erfasst. Seit März 2011 hat der VDZ zusammen mit Partnern in dem BMBF-Verbundprojekt „Wissensnetzwerk Zement-Kalk-Beton“ zudem an einer Erweiterung der Lernplattform hin zu einer branchenübergreifenden Plattform zum Wissens- und Informationsaustausch gearbeitet. In diesem Rahmen sind zahlreiche Onlinekurse zu betontechnologischen Themen entstanden, die nach Projektende in das bestehende Weiterbildungsangebot für die Zementindustrie integriert werden.

 

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Beschäftigungsstruktur heute und in Zukunft

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative wurde im ersten Halbjahr 2012 eine Studie zur Frage der aktuellen und künftigen Beschäftigungsstruktur in der deutschen Zementindustrie erstellt. Grundlage war eine schriftliche Befragung  von über 82 Prozent aller deutschen Zementwerke. Unter dem Titel „Beschäftigung in der Zementindustrie – eine Analyse für die Jahre 2005 bis 2011“ wurde ein Branchenprofil entwickelt, das das Arbeiten in der Zementindustrie umfassend darstellt.

Deutlich werden dabei das hohe Qualifikationsniveau und die hohe Produktivität der in den Zementwerken beschäftigten Mitarbeiter. Diese bleiben oft über sehr viele Jahre bei ihren Arbeitgebern, insofern unterstreicht die Studie die stabilen Beschäftigungsverhältnisse in der Branche. Das Einkommen der Beschäftigten kann branchenübergreifend als überdurchschnittlich angesehen werden, die Tarifgebundenheit hat einen hohen Stellenwert. Als größte Herausforderung im Bereich der Beschäftigung wird der demografische Wandel hervorgehoben, der unter anderem bereits heute zu einem hohen Durchschnittsalter der Beschäftigten führt. Vor diesem Hintergrund kommt vor allem der Qualifizierung und Nachwuchsförderung sowie der altersgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren besondere Bedeutung zu.

Qualifizierung und Beschäftigungsstruktur

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